Formiga.

Einheit 3 · Level 3 · Futures & Perps

Hedgen mit Futures

Fluggesellschaften shorten Kerosin-Risiko mit Öl-Futures; Bauern zurren Erntepreise fest; Fonds, die ein raues Quartal fürchten, shorten Index-Futures, statt jeden Bestand abzustoßen. Dafür wurden Futures GEBAUT: nicht für lautere Wetten, sondern um ein Risiko, das du nicht willst, an jemanden zu übertragen, der dafür bezahlt wird, es zu tragen. Ein Hedge tauscht Aufwärtspotenzial gegen Gewissheit.

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Was gefragt wird

  1. Warum würde ein Fonds Index-Futures shorten, statt seine Bestände zu verkaufen?

    50 Positionen zu verkaufen kostet Spreads, Steuern und Zeit. Ein Futures-Short neutralisiert breite Marktexposure und wird genauso schnell wieder abgehoben. Aktienspezifisches Risiko bleibt, wohlgemerkt.

  2. Dein Portfolio ist 60.000 Euro wert und folgt dem Index eng. Ein Mini-Index-Future deckt 12.000 Euro Exposure. Wie viele Kontrakte verkaufst du für einen vollen Hedge?

    Hedge-Ratio = Exposure / Kontrakt-Nominalwert = 60.000 Euro / 12.000 Euro = 5 Kontrakte. Fällt der Markt um 10 %, gleicht der Futures-Gewinn den Verlust des Portfolios ungefähr aus.

  3. Bring den Hedging-Ablauf in die richtige Reihenfolge

    Ein Hedge ist ein vorübergehender Regenmantel, keine neue Persönlichkeit. Profis ziehen ihn für den Sturm an und nach ihm wieder aus.

  4. Ein voller Hedge beseitigt Abwärts- UND Aufwärtspotenzial. Hedgen heißt ___ kaufen, nicht Profit jagen.

    Voll gehedged bist du praktisch aus dem Markt ausgestiegen, ohne zu verkaufen. Das ist das Produkt: ein bekanntes Ergebnis.

  5. Die ehrlichen Kosten des Hedgens mit Futures:

    Wenn der Markt 10 % rallyt, verliert dein Futures-Short, was das Portfolio gewinnt. Hedgen ist nie kostenlos. Du zahlst mit aufgegebenem Aufwärtspotenzial, plus Roll-Kosten, wenn es sich hinzieht. 🐜

Der Rest dieser Einheit

Pflichten, Basis, Funding und Hedges: die Verträge, mit denen Profis arbeiten.