Einheit 3 · Level 3 · Futures & Perps
Futures: die Pflicht
Futures entstanden im Getreidehandel des 19. Jahrhunderts: Ein Bauer und ein Müller legen heute einen Preis für Weizen fest, der Monate später geliefert wird. Beide schlafen besser. Aber beachte das fehlende Wort in diesem Deal: 'optional'. Eine Option gibt dir ein RECHT, von dem du zurücktreten kannst; ein Future ist eine bindende PFLICHT für beide Seiten, egal was der Preis dazwischen macht.
Kostenlos. Keine Werbung, kein Token, kein Konto zum Starten.
Was gefragt wird
Der Kernunterschied zwischen einer Option und einem Future:
Der schlimmste Fall eines Optionskäufers ist die Prämie; die Verluste eines Futures-Traders haben keine solche eingebaute Untergrenze. Dieses eine Wort, Pflicht, ändert alles am Risiko.
Die Margin, die du hinterlegst, um eine Futures-Position zu eröffnen, ist…
Margin ist Sicherheit, keine Kosten. Weil sie ein Bruchteil der Exposure ist, sind Futures konstruktionsbedingt gehebelt. Verluste können die Hinterlegung übersteigen.
Bring das Leben einer Futures-Position in die richtige Reihenfolge
Mark-to-Market bedeutet, es gibt kein Verstecken: der Verlust jedes Tages ist echtes Geld, das noch am selben Abend dein Konto verlässt.
Futures-Gewinn und -Verlust werden ___ abgerechnet, also treffen Verluste dein Konto lange bevor der Vertrag überhaupt verfällt.
Die tägliche Abrechnung ist der Herzschlag der Futures-Märkte. Sie ist auch der Grund, warum ein unterfinanziertes Konto mitten im Trend liquidiert werden kann, selbst eines, das am Ende recht gehabt hätte.
Warum bestehen Börsen überhaupt auf täglichem Mark-to-Market?
Sich jeden Tag zu verrechnen hält den Zusammenbruch eines Traders davon ab, zum Problem aller zu werden. Es ist dieselbe Clearing-Logik, die Futures-Märkte 1987 überleben ließ, während bilaterale Versprechen scheiterten. 🐜
Der Rest dieser Einheit
Pflichten, Basis, Funding und Hedges: die Verträge, mit denen Profis arbeiten.