Einheit 2 · Level 3 · Event-Trading
Die erwartete Bewegung
Vor jedem Earnings-Bericht veröffentlicht der Optionsmarkt seine Prognose ganz offen: den Am-Geld-Straddle. Addiere den Preis von Call und Put am Geld in der Expiry direkt nach dem Ereignis, und diese Summe ist ungefähr die Bewegung, die der Markt erwartet, nach oben ODER unten. Kein Abo nötig. Profis lesen diese Zahl, bevor sie sich überhaupt eine eigene Meinung bilden.
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Was gefragt wird
Die schnellste ehrliche Ablesung der erwarteten Bewegung eines Ereignisses kommt von…
Der Straddle ist ein echter Preis, gezahlt mit echtem Geld: eine Konsensprognose mit Skin in the Game, anders als jede Vermutung eines Experten.
Eine Aktie steht bei 200 € vor den Earnings. Der Am-Geld-Straddle kostet 14 €. Mit Straddle-Preis ≈ erwartete Bewegung, welche Bewegung in % ist eingepreist?
14 € ÷ 200 € = 7%. Der Markt zahlt für einen Ausschlag von ±7%. Die Aktie muss das schlagen, damit Straddle-Käufer profitieren.
Bringe das Ritual des Profis für die erwartete Bewegung in die richtige Reihenfolge
Dreißig Sekunden Rechnen liefern dir die Prognose des Marktes selbst. Jeder Event-Trade startet von dieser Zahl.
Wenn der Straddle ±7% impliziert und die Aktie sich nur 3% bewegt, ___ Straddle-KÄUFER, obwohl der Kurs sich bewegt hat.
Bewegung allein reicht nicht: Die Bewegung muss das übertreffen, was dafür gezahlt wurde. Die erwartete Bewegung ist die Hürde des Käufers, kein Bonus.
Was ist die erwartete Bewegung NICHT?
Der Straddle sagt 'ungefähr so weit', niemals 'in diese Richtung'. Die Richtung ist das Einzige, was der Optionsmarkt sich weigert, dir gratis zu verraten. 🐜
Der Rest dieser Einheit
Erwartete Bewegungen, Straddles und binäre Gaps: den Kalender wie ein Profi traden.