Formiga.

Einheit 4 · Level 1 · Erste Ermittlungen

Behauptungen on-chain überprüfen

Nachdem FTX im November 2022 mit einem Loch von rund 8 Mrd. $ zusammenbrach, veröffentlichten Börsen hastig 'Proof of Reserves': hier sind unsere Wallets, zähl die Coins selbst nach. Das ist nützlich, aber unvollständig. Ein Wallet-Snapshot beweist, dass Assets in einem Moment existierten. Er sagt nichts über Schulden aus, oder ob die Coins für das Foto geliehen wurden.

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Was gefragt wird

  1. Was beweist ein Proof-of-Reserves-Snapshot tatsächlich?

    Das ist echte Information; FTX hätte sie nicht ehrlich erstellen können. Aber lies die Aussage genau: Assets, an Adressen, zu einem Zeitpunkt. Mehr nicht.

  2. Was ist das Größte, das ein Proof-of-Reserves-Snapshot VERBIRGT?

    Solvenz = Assets minus Verbindlichkeiten, und Verbindlichkeiten liegen in einer privaten Datenbank. 1 Mrd. € in Wallets bedeutet wenig, wenn Kunden 2 Mrd. € geschuldet werden.

  3. Eine Börse weist 900 Mio. € an Assets on-chain nach, schuldet Kunden aber 1.200 Mio. €. Welcher Prozentsatz des Kundengeldes ist tatsächlich gedeckt?

    900 ÷ 1.200 = 75%. Ein stolz aussehender Reserve-Snapshot kann trotzdem eine insolvente Börse beschreiben; die Seite der Verbindlichkeiten entscheidet.

  4. Assets, die für einen Snapshot vorgezeigt werden, können am nächsten Tag schon ___ sein. Ein Foto ist keine Solvenz.

    Coins können für das Foto geliehen und danach zurückgegeben werden. Laufende, wiederholte Überprüfung schlägt einen einzelnen Glamour-Shot.

  5. Was ist das ehrliche Urteil über Proof of Reserves?

    Die Chain zeigt, was sie zeigt, nicht mehr. Lob die Transparenz, dann stell die Frage, die sie nicht beantworten kann: und was schuldest du? 🐜

Der Rest dieser Einheit

Verfolge einen Trade, seziere einen Rug Pull, stelle eine Behauptung auf die Probe. Die Detektivarbeit beginnt.