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Einheit 3 · Level 1 · Index-Investieren

Gebühren verzinsen sich auch

Der Zinseszins hat einen bösen Zwilling: Gebühren verzinsen sich auch. Die TER eines Fonds (Gesamtkostenquote) wird jedes einzelne Jahr abgeschöpft, bei Sonne wie bei Regen. Die Lücke zwischen 0,2 % und 2 % klingt nach Kleingeld. Aber jeder Euro, der an Gebühren verloren geht, verliert auch sein gesamtes künftiges Wachstum, sodass dieser 'winzige' Unterschied über 30 Jahre still ein Drittel deines Endtopfs verschlingen kann.

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Was gefragt wird

  1. Was ist die TER eines Fonds?

    Gesamtkostenquote: die jährlichen Kosten des Fonds, still vom Fondswert abgezogen. Du bekommst nie eine Rechnung, und genau deshalb ist sie leicht zu ignorieren.

  2. 10.000 € für 30 Jahre angelegt: In einem günstigen Indexfonds mit 0,2 % TER wächst es auf rund 72.000 €, in einem Fonds mit 2 % TER aber nur auf rund 43.000 €. Wie viel € haben dich die höheren Gebühren ungefähr gekostet?

    Rund 29.000 €: etwa das Dreifache deines ursprünglichen Einsatzes, weg an Gebühren und ihren verlorenen Zinseszins. Gleicher Markt, gleiches Risiko, völlig anderes Ergebnis.

  3. Die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds werden mit ___ abgekürzt.

    Gesamtkostenquote, die erste Zahl, die man auf dem Factsheet jedes Fonds prüfen sollte. Breite Index-ETFs in Europa verlangen oft rund 0,1-0,3 %.

  4. Ordne das Kostenkonzept seiner Bedeutung zu

    Renditen sind eine Hoffnung, Gebühren sind eine Gewissheit. Du kannst nicht steuern, was Märkte nächstes Jahr tun, aber du steuerst voll, was du zahlst.

  5. Warum schmerzen Gebühren weit mehr, als ihr kleiner Prozentsatz vermuten lässt?

    Jede Gebühr nimmt einen Euro heute plus dessen Kinder und Enkel. Niedrige Kosten sind der eine 'Vorteil', den jeder Anleger gratis haben kann. 🐜

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