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Einheit 2 · Level 1 · Die Instrumente

Anleihen: die Bank sein

Eine Anleihe macht dich zum Kreditgeber. Du gibst einem Staat oder Unternehmen etwa 1.000 EUR; sie versprechen regelmäßige Zinszahlungen (den Coupon) und deine 1.000 EUR zu einem festen Datum zurück (die Fälligkeit). Stetiger als Aktien, ja. Aber 'sicher' hat Kleingedrucktes: 2022, als die Zinsen sprangen, verloren selbst solide Staatsanleihen in einem einzigen Jahr über 10% ihres Marktwerts.

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Was gefragt wird

  1. Was macht dich der Kauf einer Anleihe genau?

    Aktie = besitzen, Anleihe = leihen. Als Kreditgeber bekommst du keine Stimme und keinen Gewinnanteil, nur die versprochenen Zinsen und dein Geld bei Fälligkeit zurück.

  2. Die regelmäßige Zinszahlung einer Anleihe nennt man ihren ___.

    Der Name ist historisch: Anleihen waren einst Papierzertifikate mit kleinen Coupons, die man physisch abschnitt, um jede Zahlung einzufordern.

  3. Ordne den Anleihe-Begriff seiner Bedeutung zu

    Vier Wörter, die jede Anleihe der Welt beschreiben, vom deutschen Bund bis zur riskanten 'High-Yield'-Schuld eines Unternehmens.

  4. Die Zinsen in der Wirtschaft springen stark. Was passiert mit dem Marktpreis bestehender Anleihen?

    Niemand zahlt den vollen Preis für eine alte Anleihe mit 1%, wenn neue 4% zahlen. Diese Wippe (Zinsen hoch, Anleihepreise runter) traf Anleihen 2022 genau so hart.

  5. Warum ist eine Anleihe nie völlig risikofrei?

    Zwei echte Risiken: der Kreditnehmer zahlt nicht (Default) und Zinsen bewegen sich gegen dich. Anleihen sind das stetigere Werkzeug im Kasten. Stetiger, nicht kugelsicher. 🐜

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